Zur Geschichte Brokstedts

Das Werden und Wachsen des eigentlichen Dorfes Brokstedt ist bis in die Zeit um 1700 genauer zurückzuverfolgen .Die Wahl des ehemals ausgedehnten Bruchgeländes als Siedlungsgebiet für die Menschen der Frühgeschichte hat seinen Grund in der Tatsache, dass hier eine alte, sich dem Ochsenweg nach orientierende Durchgangsstrasse verlief, die die hier damals weit breitere Au mit Hilfe einer günstigen Furt überquerte.

Eben an dieser Stelle ist Brokstedt gewachsen. Es ist bekannt, dass um 1700 an der Furt, ungefähr an der Stelle des heutigen Brückenübergangs, eine Schäferkate stand und sich über eine Entfernung bis 400 m westlich davon noch 8 Bauernhäuser und einige weitere Katen verteilten.

Im Jahre 1752 wurde dieser kleine Ort mit seinen 8 7/16 Hufen von einer Feuerbrunst in Schutt und Asche gelegt. Nur drei Katen blieben stehen. In den folgenden Jahren wurde das Dorf etwa 500 m südlich der Aue auf der höher gelegenen Geest wieder aufgebaut.

Im Einweihungsjahr der Bahn 1844 durchfuhr dann das „schnaufende Ungeheuer“ zum ersten Mal unseren Ort. Voller Staunen, gemischt aus Angst und Neugier, standen fast alle 172 Seelen des damaligen Brokstedts an den Schienen, um das Werk des Teufels, wie sie es damals nannten, an sich vorbeidampfen zu lassen. Zunächst war Brokstedt nur Haltestelle für den Personenverkehr doch schon bald entstand hier ein bedeutsamer Verladeplatz. So wurden u.a. im ehemaligen staatlichen Remonte-Depot in Hardebek gezüchtete Jungpferde für das damalige Heer hier verladen.

Am 23.11.1899 legte man den Grundstein zum Bau der Kirche, deren Einweihung am 18. Oktober 1900 erfolgte.

Der erste Schulmeister in Brokstedt, der namentlich erwähnt ist, war Hans Fölster, der sein Amt im Jahre 1780 antrat, und an die 20 Schüler unterrichtete.

Bis zum Jahre 1840 stieg die Zahl der Schulkinder erheblich an. Da die alte Kate nunmehr zu klein war entschloss man sich zum Bau eines Schulhauses, das man auf einer Koppel neben dem Friedhof errichtete. Die starke wirtschaftliche Anziehungskraft des Dorfes Brokstedt ließ die Einwohnerzahl immer weiter steigen, so dass die Räumlichkeiten auch nach durchgeführter Vergrößerung nicht mehr ausreichten. Eine zweiklassige Schule, vielen noch bekannt als „Alte Schule“ (Kirchenstrasse 23) wurde 1897 eingeweiht. 1967 dann die Einweihung der heutigen Dörfergemeinschaftsschule.

Die freiwillige Feuerwehr Brokstedt wurde im Jahr 1888 gegründet. Das alte Spritzenhaus, das dem neuen gegenüber lag , wurde 1952 abgerissen. Heute ist die Feuerwehr mit modernstem Gerät ausgerüstet.

Der Bau eines modernen Schaltwerkes 1956 und der Umbau der Genossenschaftsmeierei in einen modernen Betrieb spiegeln die Entwicklung Brokstedts zum Mittelpunktsort wieder.

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